Trainer-Leitfaden · Teil 06

Die neuen
Spielformen

Mehr Ballkontakte, mehr Torabschlüsse, weniger Zuschauen. Warum der Kinderfußball umgebaut wurde und wie ihr die Formate im Alltag umsetzt.


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Das Wesentliche in wenigen Sätzen — für den schnellen Überblick.

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Hintergründe zur Reform und zur Umsetzung am Spieltag.


01   Warum die neuen Spielformen?

Mehr Ballkontakte,
mehr Erfolg.

Seit der Saison 2024/25 sind die neuen Spielformen im Kinderfußball für G-, F- und E-Jugend verbindlich. Kern der Reform: kleinere Teams auf kleineren Feldern.

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Jedes Kind häufiger am Ball

In klassischen 7-gegen-7-Spielen hatte ein sechsjähriges Kind im Schnitt nur 12 bis 14 Ballkontakte pro Spiel. In den kleinen Formen sind es 60 bis 80. Mehr Aktionen heißt: mehr Dribblings, mehr Tore, mehr Erfolgserlebnisse — und mehr Spaß.

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Worum es geht — und worum nicht

„Funino" ist nur ein Teil der Reform, nicht das Ganze. Entscheidend ist die altersgerechte Abstufung der Teamgrößen. Ziel in den Jahrgängen U6 bis U11 ist es, die Freude am Spiel zu fördern und jedem Kind viele eigene Aktionen und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.


02   Die Formate je Altersklasse

Klein anfangen,
Schritt für Schritt.

G-Jugend
U6 / U7
3 v 3

Auf vier Mini-Tore, ohne Torwart. Feld 25 × 20 m.

Maximale Beteiligung: ständig in Ballnähe, viele Torabschlüsse.

F-Jugend
U8 / U9
4 v 4 · 5 v 5

4 gegen 4 auf Mini-Tore, Feld 40 × 25 m.

Alternativ 5 gegen 5 mit Torwart auf Jugendtore, Höhe abgehängt auf 1,65 m.

E-Jugend
U10 / U11
6 v 6 · noch 7 v 7

6 gegen 6 mit Torwart, Feld 50 × 30 m.

Die Kreisliga spielt 2026/27 letztmalig 7 gegen 7 — ab 2027/28 gilt ausschließlich 6 gegen 6.

Alle Zahlen im Detail: Feldmaße, Spielzeiten, Ballgrößen, Abseits und Wechselregeln für jede Altersklasse — sowie die Regeln zur Spielerabgabe zwischen erster, zweiter und dritter Mannschaft — stehen im Regelwerk von G bis A.

03   Festival statt Tabelle

Spaß vor
dem Ergebnis.

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Keine Meisterschaft in G und F

In der G- und F-Jugend gibt es keine Tabellen und keine Meisterrunden, sondern Spielnachmittage und Festivals mit mehreren Teams und Feldern. So sinkt der Ergebnisdruck, und die sportliche Entwicklung steht im Vordergrund.

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Auf- und Abrücken

Beim Festival rücken Teams nach jedem kurzen Spiel je nach Ergebnis ein Feld auf oder ab. So spielt jede Mannschaft immer gegen ähnlich starke Gegner — knappe, spannende Spiele für alle, ohne Dauer-Niederlagen oder -Siege.


04   Praxis: faire Spielzeit

Alle spielen,
alle gewinnen mit.

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Rotation mit festen Wechseln

In die Spielformen ist ein Rotationsprinzip mit festen Wechseln eingebaut, damit alle Kinder gleichmäßig Spielzeit bekommen. Niemand sitzt durch — jedes Kind kommt aufs Feld.

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Für Trainer am Spieltag

  • Kleine Teams gleichmäßig einteilen, nicht nach Stärke sortieren.
  • Feste Wechsel konsequent durchziehen — faire Spielzeit für alle.
  • Vom Rand zurückhalten: spielen lassen statt durchcoachen.
  • Erfolge feiern, Fehler zulassen — sie gehören zum Lernen.

Quellen & Links

Stand: geprüft Juni 2026. Verbindliche Details regelt der HFV pro Saison und Kreis.

  1. DFB — Kinderfußball: Spielformen in G-, F- und E-Jugend. dfb.de
  2. Hessischer Fußball-Verband — FAQ zu den neuen Spielformen im Kinderfußball. hfv-online.de
  3. Hessischer Fußball-Verband — Regelwerk & Durchführungsbestimmungen Junioren. hfv-online.de